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24. Januar 2011

Juckreiz am After – es sind nicht immer Hämorriden

Wer am unter Jucken im Afterbereich leidet, geht in der Regel von Hämorriden aus. Doch nicht immer sind diese verdickten Blutgefäße die Ursache.

Ein Thema, das auch heute noch schamvoll verschwiegen wird, ist Afterjucken. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass sie unter Hämorriden leiden, und Versuche mithilfe von Salben und Cremes den Juckreiz zu stillen und die Gefäße zum Abschwellen zu bringen. In sehr vielen Fällen ist diese Einschätzung der Ursache für das Jucken und manchmal auch Brennen richtig, doch es gibt noch andere Möglichkeiten.

Gerade wer viel mit Tieren umgeht, kann sich sehr leicht und schnell mit Würmern infizieren. Viele Menschen bemerken einen Wurmbefall nicht, bei anderen macht sich dieser durch Afterjucken bemerkbar. Besonders auffällig ist ein Befall mit Madenwürmern. Diese ernähren sich von dem im Darm befindlichen Nahrungsbrei, zur Fortpflanzung kriechen die Weibchen nachts nach draußen und legen in den Falten der Haut des Analbereichs ihre Eier ab. Ein starker Juckreiz ist die Folge, durch das Kratzen werden die Eier gut verteilt und gelangen so mithilfe der Hände wieder in den Mundbereich. Bei einem Wurmbefall werden zur Behandlung sogenannte Antihelminthika (landläufig auch Wurmkuren) eingesetzt.

Ebenfalls zu starkem Juckreiz in der Gegend um die Analöffnung können Darmpilze führen. Bei der täglichen Nahrungsaufnahme gelangen ständig die unterschiedlichsten Keime in den Körper, für ein gesundes System stellt das auch kein Problem dar. Normalerweise befindet sich im menschlichen Darm eine Unzahl an Bakterien, die dafür sorgen, dass die Menge der schädlichen Bakterien und Pilzen im Rahmen bleibt. Ist dieses Gleichgewicht gestört, zum Beispiel durch eine längere Therapie mit einem Antibiotikum, können die Pilze überhandnehmen. Der Patient leidet dann nicht nur unter Blähungen, oftmals auch Allergien und Hautreaktionen, auch der Schlaf kann durch den Juckreiz empfindlich gestört werden. Da es im Verhältnis zu anderen Erkrankungen relativ wenig Spezialisten für die Candida-Infektionen gibt, kann es sehr lange dauern, bis eine solche erkannt wird. Während und nach der medikamentösen Behandlung sollte der Patient noch länger Zeit auf seine Ernährung achten, Darmpilze sind hartnäckig und treten oftmals bei falscher Ernährung nach kurzer Zeit wieder auf.

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