Die Geschichte des Leders begann früh in der Menschheitsgeschichte. Der Handel wurde später größtenteils von einer Zunft der Leder- und Hautverkäufer geregelt und war vom 3. Jahrhundert an unter römischer Aufsicht. Nach dem Sturz des Römischen Reiches in 476 übernahm Karl der Große die Regelung der Herstellung und des Handels. Das Leder war damals relativ grob verarbeitet und wurde hauptsächlich in der näheren Umgebung hergestellt. Vorderasien und Nordafrika waren im Mittelalter schon weiter fortgeschritten mit der Lederverarbeitung als Europa, wo die erste Fabrik für das feine und weiche Saffianleder erst 1749 errichtet wurde. Später gewann Leder auch für Cowboys an Bedeutung, die die Resistenz gegen Wind und Wetter zu schätzen wussten. Heute sind Petrie Lederreitstiefel die beste Wahl für Berufs-, Turnier- und Freizeitreiter.
Erst die Gerberei macht aus der Haut ein dauerhaftes Produkt. Zuerst wird die Haut in Salz konserviert oder getrocknet. Weitere Verarbeitungsprozesse bereiten die Haut auf die Gerbung vor und sind schon entscheidend für die zukünftigen Eigenschaften des Leders. Zur Gerbung können dann pflanzliche, mineralische, synthetische Gerbstoffe oder Fettgerbstoffe verwendet werden. Die Prozesse werden heute hauptsächlich in drehbaren Fässern aus Holz, Edelstahl oder Kunststoff durchgeführt. Die glatte Seite, auch Narbenseite genannt, wird letztendlich in verschiedenen Verfahren dem zukünftigen Verwendungszweck angepasst. Die Oberflächenbehandlung entscheidend ob Leder glänzend oder matt wird und kann die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche deutlich verbessern.
Leder ist atmungsaktiv und gleichzeitig relativ undurchlässig für Wasser, es ist zäh, aber gleichzeitig geschmeidig und haltbar. Deshalb ist es besonders bei der Ausrüstung von Pferd und Reiter weit verbreitet, wie zum Beispiel beim Zaumzeug und Sattel oder Petrie Lederreitstiefel und Chaps. Grundsätzlich kann Leder in fast allen Bereichen gefunden werden, sei es als Möbelbezug, Ledersitze im Auto oder als Innenraum- und Lenkradverkleidung, Überzug von Bällen und Sportgeräten oder Hundehalsbänder.