Das Klima in Tunesien ist mediterran bis trocken (arid). Grob lässt sich das Land in vier klimatische Regionen einteilen. An der Mittelmeerküste Tunesiens herrscht ein ausgeglichenes, mediterranes Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 19 Grad. Im Norden ist es im Sommer trocken und warm und im Winter feucht-mild. In Zentraltunesien findet man eine Steppenregion mit Maximalwerten von bis zu 45 Grad in den Sommermonaten und immer noch warmen 20 Grad während des Winters. Im Süden von Tunesien liegt ein Teil der nordafrikanischen Wüste. Hier werden im Sommer-Winter-Vergleich die extremsten Temperaturunterschiede gemessen. In der Wüste herrschen im Sommer Temperaturen von 50 Grad und mehr, im Winter kann es dagegen nicht selten zu Bodenfrost kommen.
Wüstenwinde besitzen, bis hin nach Mitteleuropa, großen Einfluss auf die Wetterlage rund um das Mittelmeer. Der trockene Wind spielt folglich in den Grenzgebieten der Wüste eine große Rolle in puncto Klima. Die Wüstenwinde können in Sommer wie Winter Böen und Stürme mit sehr heißen Temperaturen verursachen.
Während der Sommermonate liegt das gesamte nordafrikanische Land im Bereich der subtropischen Hochdruckzone. Die dann herrschenden Hochdruckgebiete verhindern den Einfluss der sogenannten Westwinddrifts, die vor allem in der Zeit von November bis Januar für Niederschläge sorgen. Die Regenmengen und die Niederschlagswahrscheinlichkeit in den verschiedenen Regionen sind sehr stark von deren Entfernung zum Mittelmeer abhängig. Niederschläge sind im Norden und Westen des Landes häufiger und kräftiger als im Süden und Osten. Die jährliche Niederschlagsmenge im nördlichen Tunesien liegt bei 500-1000mm und bei ungefähr 1500mm im nördlichen Gebirge. Diese Mengen reichen aus, um in dieser Region erfolgreich Regenfeldbau zu betreiben. In den Steppen- und Wüstengebieten des Südens herrscht, wie beschrieben, große Hitze und es fallen höchstens 200mm Regen im Jahr. Kleinere Regenmengen verdunsten sofort, aber es kann in seltenen Fällen auch hier zu sintflutartigen Regenfällen kommen. Ausgetrocknete Flussbette führen dann plötzlich Unmengen an Wasser und die sonst so karge Gegend zeigt kurzfristig Vegetation.